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Münsters bedeutendstes Verkehrsmittel, die „Leeze“

Wenn Sie unseren Beitrag zu Masematte bereits gelesen haben, dann müssen wir Ihnen „Leeze“ nicht mehr erklären. Falls nicht: Wir reden vom Fahrrad, zu dem man in Münster „Leeze“ sagt. Statistisch besitzt jede Münsteranerin und jeder Münsteraner drei davon.

Wer Münster zum ersten Mal besucht und dabei die Innenstadt durchquert, wird eines schnell feststellen: Münsteraner fahren Rad!

Tun Sie es den Münsteranern gleich und fahren Sie auch Rad, die Stadt ist wie geschaffen dafür.

  • Nahezu keine Steigungen
  • Radwege so weit das Auge reicht und bis in die Vororte
  • Fahrradschleusen an den Ampeln, bei denen sich Radfahrer vor den Autos aufstellen können
  • „Unechte“ Einbahnstraßen, die von Radfahrern in beide Richtungen befahren werden dürfen
  • Spezielle Fahrradstraßen
  • Mit der Radstation am Hauptbahnhof ein eigenes Parkhaus nur für Fahrräder. Hier können Sie sich auch ein Rad leihen, wenn Sie selbst noch keines besitzen oder Besuch ins Haus steht.

Eines der stärksten Argumente für das Rad ist die „Promenade“. Die wunderschöne Allee führt auf knapp fünf Kilometern einmal um die Innenstadt herum, ist komplett autofrei und schützt mit ihren Bäumen Fahrradfahrer und Fußgänger vor Sonne und leichteren Regenfällen gleichermaßen.

Schnell werden Sie als Neu-Münsteraner feststellen: Ziele in der Innenstadt und den umliegenden Stadtteilen erreichen Sie mit keinem Verkehrsmittel schneller und gesünder als mit dem Fahrrad.

Wo viel Licht ist, gibt es auch immer ein wenig Schatten.

Viele Räder bedeuten auch viel Aufmerksamkeit. Radfahrer werden in Münster deutlich häufiger das Ziel von Polizei-Kontrollen, als Sie es vielleicht von Ihrem bisherigen Wohnort kannten.
 Ampel rot? Egal! Mal eben 50 m über den Gehweg? Ohne Licht über die Promenade? Den Fahrradstreifen der Polizei ist hier noch niemand entkommen.

Viele Radfahrer bedeuten auch viele geparkte Fahrräder.

Besonders in der Innenstadt und am Hauptbahnhof ist es häufig eine Herausforderung, sich einen Weg durch die wahllos abgestellten Fahrräder zu bahnen. Wenn es allzu schlimm wird – und das wird es regelmäßig – werden die falsch abgestellten Räder vom Ordnungsamt der Stadt umgesetzt. Das bedeutet, Sie finden Ihr Rad irgendwo in der Nähe, meist an einer Stelle, an der das Abstellen der Räder kein Problem darstellt. Bei Platzmangel werden die Räder auch zur Sicherstellung mitgenommen. Wo Sie Ihr Rad dann abholen können, weiß das Ordnungsamt.

Dem Fahrraddiebstahl vorbeugen

Münster belegt in der bundesweiten Statistik der Fahrraddiebstähle regelmäßig einen der vorderen Plätze. Das liegt allerdings auch daran, dass es hier zahlenmäßig viel mehr Fahrräder gibt als anderswo.

Trotzdem ist ein gutes Fahrradschloss eine sinnvolle Investition in Münster.